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Schreibaufgaben – in jedem Monat eine. Mach mit!

Nicht nur im Leben von Kindern spielen „Spiel“ und „Spielen“ eine herausragende Rolle. Und – das hat weder etwas mit zufälliger Freizeitgestaltung noch mit einer rein lustbetonten Tätigkeit zu tun. Spiel ist kein Nebenprodukt, kein Lückenfüller zwischen sogenannten ernsthaften Tätigkeiten, und schon gar kein verzichtbares Produkt im Lebenszyklus eines Menschen. Spiel ermöglicht etwas zu durchschauen, zu durchdringen, zu erlernen ohne den Druck, festgelegte Ergebnisse liefern zu müssen, sondern möglichst unbeschwert viel Freude dabei zu spüren.

Spielen lernen wir die Grundlagen jeder Wissenschaft.

Und: auch schreiben können wir spielend. Ohne jeden Anspruch. Frei von jedem Zwang. Unserer Lust am Fabulieren und der sonst meist gemaßregelten Fantasie können wir spielend die Türen öffnen.

In diesem Sinn sollen die kleinen Schreibaufgaben verstanden werden. Also lassen sie sich von sich selbst verführen, legen Sie sich selbst keine Zwänge und Erwartungen auf. Schreiben Sie drauflos!

 

Aktuelles

 

 Leben feiern, nicht nur im Sommer!

  

schaut hin, solange es sie noch gibt!schaut hin, solange es sie noch gibt!Der Sommerwind

 Verwegen kühn verscheucht der Wind

 Die träge dumpfe Sommerschwüle

 Aus bleichem Gräserwald und nimmt

 Hinweg Unlustigkeitsgefühle

 

Er blättert frech in Bücherseiten

Von Blumen Heu und Kräuterpflanzen

Lehrt er die Düfte Polka tanzen.

Am Himmel schüchtern Schäflein weiden

  

Bald legt er sich grad selbst ins Gras

Verliert die Lust am Säuselsausen

Durch Ufersand und kühles Nass

 

Dort träumt er zwischen Wäschehaufen

Und Spielzeug stärker sich als Mittelmaß

Weg vom Lüftlein hin zum Sturmesbrausen

© christine hidringer

 

Lebenslust, Freude am Dasein, das Leben feiern, das fällt im Sommer, während des Urlaubs oder der Ferien, leichter als sonst. Wie die Biene saugen wir alle Facetten von Grün, alle Schattierungen von Licht, Rauschen von Wasser und Streicheln des Windes auf , speichern es für die Zeiten, in denen Pflichten und Sorgen unsere Leichtigkeit löchrig machen oder zu vernichten drohen. Für uns alle ist ein Lebensgefühl voller Kraft und Zuversicht vor allem dann tragend, wenn wir  jeder Kreatur zugestehen, dass auch sie ihren Raum dafür braucht. Lasst uns sorgsam miteinander umgehen.

Einen Sommer voller Labsal und Freude wünsche ich euch!

 

 

Schreibaufgabe für den Sommer:

 

Ein Kuvert, 
darin eine Postkarte
und ein zusammengefaltetes Stück Papier

 Karte:

 Sehr geehrte Frau Dr. Moreno,

 vielen Dank, dass Sie mir aus der Patsche geholfen haben. Bestimmt wird der liebe Gott Ihnen Ihre gute Tat vergelten.

 Hochachtungsvoll

 Sibylle Achleitner

 
Zusammengefaltetes Papier:

 Frau Moreno,

 Sie haben mir doch nur ihre Visitenkarte gegeben, damit ich mich auch ordentlich bedanke, oder? Dabei gibt es eigentlich gar keinen Grund, dass ich mich bedanken sollte. Denn ich habe schon Erfahrungen mit der Polizei und ich hätte auch diesmal wieder einen Weg raus gefunden aus dem ganzen Dilemma. Und falls Sie glauben sollten, dass ich armes Würstchen den Pullover geklaut habe, weil ich nix zum Anziehen habe, da irren Sie sich! Ich hab genug Zeug, um nicht zu frieren. Nein, er hat mir gefallen und ich hab ihn mir gefischt. Einfach so.

 Genau genommen müsste ich das Gegenteil von danken tun, wenn ich wüsste, wie man das nennt. Wenn ich was klaue aus so einem Riesenkaufhaus, dann tut das keinem weh, ich muss an niemanden denken. Die haben das doch schon eingerechnet in ihre Preise, dass dann und wann was weg kommt. Aber jetzt, der blöde schwarze Pulli mit der roten Rose, jetzt kann ich den gar nicht anziehen ohne an Sie denken zu müssen und an ihre Ringe an den Händen und ihre Haare frisch vom Friseur. Und immerzu schwirrt mir ihre Stimme im Kopf herum – ich könnte schreien! Die tropft ja regelrecht vor Güte!

 Ich schmeiß den jetzt in die Tonne. Das ist ja nicht zum Aushalten!

 Ich finde, das sollten Sie wissen.

 Billy

 P.S. Und den lieben Gott gibt´s auch nicht. Besser sie warten nicht auf den!

 

 AUFGABE:

Antwortet die Adressatin? Wenn ja, wie? Oder macht sie einen Tagebucheintrag? Oder unterhält sie sich mit jemandem, mit einer Freundin oder ihrem Mann darüber?

Jedenfalls sollte die Reaktion der Adressatin in einen Text gegossen werden! Lasst euch was einfallen!

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Kulturherbst des Landkreises

Programmflyer des LandratsamtesProgrammflyer des Landratsamtes

Samstag, 5. Oktober 2019
um 15:00 Uhr:

Christine Hidringer:
Lesung im Hof: WAHR - SCHEIN(-lichkeiten)

 

Vorlesen lassen - ein Genuss! Zuhören - Entspannung in Aufmerksamkeit! Zwei Stunden lang, umfangen von der angenehmen Atmosphäre des Scholzenhofs, Geschichten lauschen - zur Unterhaltung, zum Nachdenken und Lachen.

 https://www.landkreis-wuerzburg.de/Bildung-Freizeit-Kultur/Kultur/Kulturherbst

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