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Schreibaufgaben – in jedem Monat eine. Mach mit!

Nicht nur im Leben von Kindern spielen „Spiel“ und „Spielen“ eine herausragende Rolle. Und – das hat weder etwas mit zufälliger Freizeitgestaltung noch mit einer rein lustbetonten Tätigkeit zu tun. Spiel ist kein Nebenprodukt, kein Lückenfüller zwischen sogenannten ernsthaften Tätigkeiten, und schon gar kein verzichtbares Produkt im Lebenszyklus eines Menschen. Spiel ermöglicht etwas zu durchschauen, zu durchdringen, zu erlernen ohne den Druck, festgelegte Ergebnisse liefern zu müssen, sondern möglichst unbeschwert viel Freude dabei zu spüren.

Spielen lernen wir die Grundlagen jeder Wissenschaft.

Und: auch schreiben können wir spielend. Ohne jeden Anspruch. Frei von jedem Zwang. Unserer Lust am Fabulieren und der sonst meist gemaßregelten Fantasie können wir spielend die Türen öffnen.

In diesem Sinn sollen die kleinen Schreibaufgaben verstanden werden. Also lassen sie sich von sich selbst verführen, legen Sie sich selbst keine Zwänge und Erwartungen auf. Schreiben Sie drauflos!

 Nachdenken in der Zeit ...

 

Blick vom Ölspiel über SommerhausenBlick vom Ölspiel über SommerhausenUns verbindet im Augenblick ein gewaltiges Thema. Für jeden von uns sind die Folgen der Pandemie andere. Selbstverständlichkeiten sind unter den Tisch gefallen und wir schauen ihnen fassungslos nach. 

Daheim bleiben. Mich mit mir selbst beschäftigen. Konfrontiert mit mir und den Dingen um mich herum. Eine Stille hören, die anders summt als noch vor Wochen. Nachdenken über die Fülle in mir. Über das, was ich wirklich vermisse. Viel? Wenig? Wie verändern sich der innere Rückzug, die Sehnsüchte, die Wünsche im Lauf der Zeit der Einschränkungen? Welche Gefühle nehmen von mir Besitz und welche kommen derzeit kaum zu Wort?

Es lohnt sich, ganz gleich wie genau die Situation eines jeden einzelnen von uns sich darstellt, genau hinzuhören. Genau hinzusehen. Nur so bekommt die Zukunft hinter dem Zeitabschnitt Corona eine Chance.

 

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Schreibaufgabe während der Ausgangsbeschränkungen:

Folgende Sätze stehen am Anfang einer Geschichte:

Aber manchmal - in der blauen Stunde, wenn Licht und Dunkel kaum voneinander zu unterscheiden waren -, wenn sie aus dem Küchenfenster in die merkwürdige Stimmung starrte, in der das Dunkel leuchtete und das Licht sich in die Arme der Nacht bettete, dann gelang es ihr, ganz tief in sich selbst hinein zu schauen. Und nicht zu erschrecken wie sonst. Auch nicht wie sonst gleich wieder weg zu gucken, etwas anderes zu denken, sich abzulenken. Da war ihr das möglich, das auszuhalten, was sie da sah."

Schreibt sie weiter. Treibt sie weiter. 

 

Dann, eine schöne Möglichkeit, tägliche Fingerübungen zu praktizieren:

Nehmt aus dem Buch, das ihr gerade lest, einen Satz. Der ist der erste von Sätzen, die ihr in 5 Minuten schreibt. Ihr werdet sehen, so entstehen lauter kleine Perlen, die am Ende eine bunte Kette ergeben.

 

Ich wünsche allen viel Geduld mit sich selbst. Und auch das Entdecken von Alltagswinkeln, die sonst im Schatten liegen.