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Schreibaufgaben – in jedem Monat eine. Mach mit!

Nicht nur im Leben von Kindern spielen „Spiel“ und „Spielen“ eine herausragende Rolle. Und – das hat weder etwas mit zufälliger Freizeitgestaltung noch mit einer rein lustbetonten Tätigkeit zu tun. Spiel ist kein Nebenprodukt, kein Lückenfüller zwischen sogenannten ernsthaften Tätigkeiten, und schon gar kein verzichtbares Produkt im Lebenszyklus eines Menschen. Spiel ermöglicht etwas zu durchschauen, zu durchdringen, zu erlernen ohne den Druck, festgelegte Ergebnisse liefern zu müssen, sondern möglichst unbeschwert viel Freude dabei zu spüren.

Spielen lernen wir die Grundlagen jeder Wissenschaft.

Und: auch schreiben können wir spielend. Ohne jeden Anspruch. Frei von jedem Zwang. Unserer Lust am Fabulieren und der sonst meist gemaßregelten Fantasie können wir spielend die Türen öffnen.

In diesem Sinn sollen die kleinen Schreibaufgaben verstanden werden. Also lassen sie sich von sich selbst verführen, legen Sie sich selbst keine Zwänge und Erwartungen auf. Schreiben Sie drauflos!

 

 Was ist, was bleibt, was wird sein?

 was wüsste ich gerne, was er denkt!was wüsste ich gerne, was er denkt!Es ist nicht nur die Urlaubszeit. Es ist nicht nur die Hitze. Unterschwellige Aggressionen killen beinah jede Unbeschwertheit.

Die Pandemie verlangt uns viel ab. Verzicht. Einschränkungen im Alltag und in der Freizeit. Einbußen beim Gehalt, beim Honorar. Das Tragen von Masken trotz verminderter Sauerstoffzufuhr. Die einen halten alle Empfehlungen ein, die anderen unterstellen den Entscheidungsträgern Manipulation und Kurzsichtigkeit. Nur eines ist uns allen gemeinsam: wir wünschen uns, dass es bald vorbei ist. 
Zu Beginn hofften die meisten, all die Einschränkungen würden uns einander näher bringen, eine neue Sicht auf unser Miteinander und das, was wir haben, entstehen lassen und uns ein wenig, ja, ich sag das Wort jetzt: uns ein wenig Demut lehren. Da waren Gesänge von Balkonen über die Straßen hinweg, da waren Turmbläser und Online-Konzerte und soooo viele liebe Ideen. 

Nun hab ich das Gefühl, all das weicht nun mehr und mehr wachsendem Missmut. Ich muss die Gründe dafür nicht aufzählen, wir alle kennen sie.

Und es macht mich traurig. 

Gestern saß ich auf dem Heimweg im Zug. Zwei junge Mädchen, ein paar Sitzreihen vor mir, zogen sofort nach dem Niedersetzen ihre Masken ab. Nur wenn Bahnpersonal nahte, zogen sie die wieder hoch. In mir stieg Ärger wie Sodbrennen auf. Am liebsten hätte ich was gesagt! Ja, genau mit diesem Ausrufezeichen. Doch genau das hat mich davon abgehalten. Ich wollte nicht aggressiv auf sie losgehen. Ich suchte nach einem guten Satz, der sie zum Lachen bringen würde, der ihnen vielleicht ermöglichen würde, ohne Gesichtsverlust ihre Masken wieder über Mund und Nase zu ziehen. Mir fiel nichts ein.

Aber ich denke darüber nach. Ich möchte so gerne, dass wir weiter alle an einem Strang ziehen. Wir sind doch alle betroffen, keiner kann wirklich so tun, als ginge ihn das nichts an.

Vielleicht habt ihr eine Idee? Schreibt mir. Ruft mich an.

Einen wunderschönen Sommer, mit vielen Inseln aus Unbeschwertheit wünsche ich Jeder und Jedem von Euch!

Bleibt gesund!

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Schreibaufgabe zum Hochsommer:

Ein alter Hut, aber immer wieder spannend:

Jemand kauft auf dem Flohmarkt einen Koffer. Der hat schon etliche Jahrzehnte auf dem Buckel und rund ein Dutzend Aufkleber auf dem Leder. So ein richtig tolles Teil, das sofort die Fantasie anheizt. Daheim betrachtet er ihn ausgiebig, besieht sich die einstigen Reiseziele und das Innenleben aus vornehmem kariertem Stoff. Ein kleiner Riss im Stoff, der muss doch zu flicken sein? Beim Befühlen und Tasten stößt der neue Besitzer auf ein kleines Foto, das dahinter steckt. Absicht? Zufall? Was zeigt das Foto? Und vor allem: was löst das in der Person aus?

Schreibt die Geschichte. Und schickt sie mir zu!

 

 Ich wünsche Euch allen viel Geduld mit Euch selbst. Und auch das Entdecken von Alltagswinkeln, die sonst im Schatten liegen.